Über Freimaurerei

Die Freimaurerei versteht sich als ein ethischer Bund freier Menschen mit der Überzeugung, dass die ständige Arbeit an sich selbst zu einem menschlicheren Verhalten führt. Die fünf Grundideale der Freimaurerei sind: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität. Sie sollen durch die praktische Einübung im Alltag gelebt werden. Die Freimaurerei vereint Menschen aller sozialen Schichten, Bildungsgrade und Glaubensvorstellungen. Weltweit zählt die Freimaurerei in all ihren Ausprägungsformen etwa fünf Millionen Mitglieder.
Die Freimaurerei ist in der Gegenwart keine Geheimgesellschaft, wie sie es noch im 18. Jahrhundert war. Geschichte, Wesen, Ziele und Satzung der Grosslogen sind öffentlich zugänglich. Trotzdem halten die Freimaurer an der Verschwiegenheit über die Einzelheiten ihres Brauchtums fest. Dieses Schweigen schützt das Erlebnis und stiftet Vertrauen. Wir verstehen uns daher nicht als geheime, sondern als geschlossene Gesellschaft.
Die Freimaurerei ist keine Religion und auch keine Kirche! Sie beschäftigt sich in ihrem Wesen ausschließlich mit dem Diesseits. In den Freimaurerlogen vereinen sich Menschen der verschiedensten Weltanschauungen und religiösen Überzeugungen auf der Grundlage einer gemeinsamen Symbolsprache. Die Zugehörigkeit zu einer Konfessionsgemeinschaft hindert die Mitgliedschaft im Freimaurerbund nicht.
Die Freimaurerei kennt keine Dogmen und lässt jeder individuellen Überzeugung Raum. Der konfessionell gebundene Freimaurer erfährt in der Loge keine Verachtung seines Glaubens, und die enge Begegnung mit Andersdenkenden braucht ihn nicht zu verunsichern.
Freimaurerei und Kirchen handeln beide von immateriellen Werten. Gleichwohl befindet sich der Freimaurerbund nicht in einer Konkurrenzsituation zu den Kirchen.